Salzburger Numismatik

Salzburgs Münzgeschichte -– ein MUSS für jeden Salzburger und Kulturliebhaber!

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 Wussten Sie, …

 … dass Salzburg lange Zeit ein selbstständiges und unabhängiges Fürstentum war, welches erst im Zuge der Säkularisation im Jahr 1803 der Österreich/Ungarischen Monarchie einverleibt wurde?

… dass Salzburgs neuzeitliche (ab 1500) Erzbischöfe Münzen und Medaillen prägen ließen, welche zu den prachtvollsten und damit wertvollsten der Welt gehören?

… dass in der Salzburger Münzstätte ausschließlich die Begabtesten ihrer Zunft zur Münzgestaltung- und prägung engagiert wurden und die Nutzung der renommierten Münzstätte weit über die Landesgrenzen hinaus gefragt war?

… dass in Salzburgs Münzstätte von 1500 bis zur Schließung durch Bayern im Jahr 1810 ohne Unterbrechung für das Erzstift und auswertige Auftragsprägungen gemünzt wurde?

… dass für die erste Salzburger Talerprägung („Rübentaler 1504“) auf internationalen Auktionen bis zu 130.000 Euro (ca. 1,8 Mio. Schilling) erzielt wurden?

… dass fast alle bedeutenden Museen Europas und darüberhinaus über Sammlungen der Salzburgischen Gepräge verfügen?

… dass der breiten Masse leider nur sehr spärliches Wissen über das Erzstift Salzburg und die wirtschaftliche Bedeutung der Vermünzung von Gold und Silber zur Verfügung steht?

Sie konnten all diese Fragen mit einem klaren JA beantworten? Dann gratulieren wir Ihnen, denn Sie gehören zu den wenigen Ausnahmen dieser Stadt.

Den Salzburger Erzbischöfen ist es gelungen, der Nachwelt eine Fülle an architektonischen Meisterleistungen sowie einmalige numismatische „Zeitzeugen“ zu hinterlassen. Nicht umsonst pilgern zahlreiche Menschen nach Salzburg, um dieses weltweit einzigartige Gesamtkunstwerk und Weltkulturerbe zu besuchen.

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Als begeisterte Salzburger sowie Münzliebhaber tragen wir gerne dazu bei, die Bedeutung von Salzburger Geprägen zu veranschaulichen. Wir richten diesen Beitrag daher vor allem an die heranwachsende Jugend und all jene, die ihren Horizont um einen wichtigen Teil der Salzburger Geschichte erweitern wollen. Durch unseren täglichen Umgang mit diesem Thema bedauern wir, dass die zuständigen Bildungseinrichtungen dieses wichtige Kapitel völlig vernachlässigen. Heute findet man leider wenig Menschen, die sich der Salzburger Vergangenheit bewusst sind. Oftmals haben wir es mit überraschten Kunden zu tun, welche zum ersten Mal von Salzburgs Eigenständigkeit unter den Erzbischöfen hören.

Noch um 1900 war immerin fast jede angesehene Familie im Besitz einer Salzburger Münzsammlung. Heutzutage weiß kaum jemand, dass Salzburg seine eigenen Münzen prägte, geschweige denn, wie diese ausgesehen haben! Dieses fehlende Wissen ist wahrscheinlich zu einem großen Teil dem lückenhaften Lehrplan, der geringen Bildungsarbeit von städtischer Seite sowie den zuständigen Museen zuzuschreiben. Große Münzsammlungen, welche– der Öffentlichkeit meist unzugänglich sind,– haben hinter verschlossenen Türen nunmal wenig Sinn!

Es wäre wünschenswert, dass die Verantwortlichen in Schulen, Museen und Stadt auch Eigeninitiative zeigen, um Salzburgs „„Geschichte zum Anfassen““ wieder zum Leben zu erwecken. Gerne wären auch wir dazu bereit, Anschauungsmaterial für die heranwachsenden Salzburger und für Lehrzwecke zur Verfügung zu stellen.

Münzen sind „“Geschichte zum Anfassen““

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Seit im Jahr 996 dem damaligen Salzburger Erzbischof Hartwic das Recht verliehen wurde, Silberpfennige nach dem Regensburger Fuß zu schlagen, wurden in Salzburg bis 1810 zahlreiche Münzen und Medaillen geprägt. Der ergiebige Gold- und Silberbergbau der nahegelegenen Gebirgsregionen, wie z.B. der Tauern, garantierte eine kontinuierliche Prägetätigkeit und legte unter anderem den Grundstock für den Reichtum der Stadt. Auch die bedeutenden Stempelschneider, Medailleure und Graveure sowie die intelligente Münzpolitik der Fürsterzbischöfe waren Garant für eine gleichbleibend hohe Qualität des bis heute beliebten Salzburger Geldes.

Unsere Erzbischöfe waren Herren über ein bedeutendes Territorium, das weit über die heutigen Salzburger Grenzen hinausreichte. Als Leonhard von Keutschach 1495 zum Salzburger Erzbischof gewählt wurde, begründete er durch seine kluge Politik und der damit verbundenen Reformen das moderne, neuzeitliche Münzwesen. Unter Erzbischof Keutschach und seinen Nachfolgern wurden außergewöhnliche Münzen und Medaillen geschaffen, die an Feingehalt, Qualität und einzigartiger detailgetreuer Ausführung nicht zu überbieten waren. Selbst die unterschiedlichen Stilrichtungen von Gotik bis Rokoko sind in der Münzgestaltung wieder zu erkennen – sozusagen ein Spiegel der jeweiligen Zeit!

Mit der Säkularisation der Bistümer im Jahr 1803 und somit dem Ende der erzbischöflichen Hochzeit schrumpfte Salzburgs Bevölkerung enorm und unsere Stadt drohte in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Im Jahr 1806 verlor Salzburg schließlich seine Selbstständigkeit und 1810 wurde die Schließung der Salzburger Münzstätte veranlasst und das Prägen des Salzburger Geldes eingestellt. 1816 kam Salzburg endgültig zu Österreich. Das Ende dieses bedeutenden Stücks Salzburger Geschichte sowie die Konfrontation mit dem neuen österreichischen Geld, war für einen großen Teil der Salzburger Bevölkerung schwer zu akzeptieren. Nicht umsonst bestand schon zu Zeiten der Erzbischöfe eine tiefe Verbundenheit zu den geistlichen Oberhäuptern sowie eine ausgeprägte Sammelleidenschaft des Salzburger Geldes. Hatten Kaiser und Könige in erster Linie monetäres Interesse für „Geld“, so bemühten sich die Salzburger Bischöfe, prestigeträchtige Meisterwerke mit höchstmöglicher Qualtät zu schaffen. Nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch zu besondernen Anlässen und Feiern wurden u.a. Schaumünzen aus Gold und Silber verschenkt, die bis heute im wahrsten Sinne „“Geschichte zum Anfassen““ vermitteln.

Heute kann das Sammeln historischer Münzen als Alternative oder Ergänzung zu anderen Formen der sicheren Geldanlage gezählt werden. Die langfristige und nachhaltige Entwicklung der Preise für Salzburger Münzen hat im Laufe der Zeit eine unglaubliche Steigerung erreicht und zu einer enormen Stabilität dieser Form der Wertanlage geführt.

Als Ansprechpartner für Salzburger Gepräge haben wir es uns im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für unsere Geschichte zu fördern. So stehen wir Wissbegierigen, Neueinsteigern, aber auch erfahrenen Sammlern beratend zur Seite und bieten stets eine große Auswahl an Salzburger Münzen und Medaillen an.

Ob Neukunde oder Interessierter, es ist uns ein Anliegen, Ihre Neugier für Salzburgs „“Geschichte zum Anfassen““ zu wecken!

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